PRESSETEXT
In den Zeiten der fast 100jährigen deutsch französischen Erbfeindschaft wurden kulturelle Mauern errichtet, die bis heute noch spürbar sind: 45 Jahren nach dem Élysee-Vertrag, der die deutsch französische Freundschaft besiegelte, ist das Musikland Frankreich in Deutschland noch immer weitgehend unbekannt.
Deshalb laden vom 4. bis 13. Juli die Landshuter Hofmusiktage, das Europäische Festival Alter Musik, zu einer musikalischen Entdeckungsreise nach Frankreich ein. In 11 Konzerten erklingt Musik, die zwischen dem 12. und 18. Jahrhundert komponiert wurde: Lieder der Troubadoure, Organa der Kathedrale Notre Dame in Paris - die früheste mehrstimmige Musik Europas -, Chansons der Renaissance und die Musik des Sonnenkönigs: Am „Tag bei Ludwig XIV.“ können vormittags eine „Französische Schäferstunde“ zu den Klängen der Musette, und abends die „Nacht in Versailles“ mit festlicher Oboenmusik, Ballett, Commedia dell’arte und einem französischen Menü erlebt werden.
Solisten und Ensembles aus ganz Europa konzertieren in Landshut, so Jordi Savall, der legendäre Altmeister der Gambe, Gérald Lesne, einer der bedeutendsten französischen Countertenöre, das jüngst zum 2. Mal mit dem Echo Klassik ausgezeichnete A-Cappella-Ensemble Singer Pur, das Wiener Mittelalterensemble Unicorn zusammen mit Oni Wytars und der spanischen Sängerin Mara Aranda, das junge englische A-Capella-Ensemble Tonus Peregrinus, der Opernstar der Alten Musik Dominique Visse und das Eurofolk-Ensemble Contraband.
Auch 2008 bietet das Festival Premieren: Erstmals werden die Chansons des Renaissancekomponisten Jean de Latre, eines Zeitgenossen von Orlando di Lasso, wieder ausgegraben, können Couperins „Leçons de Ténèbres“ in einem Kirchenkonzert gehört werden, wobei, wie es damals Brauch war, die Kirche während des Konzerts schrittweise verdunkelt wird, und erstmals tritt Tempus fugit, ein Ensemble der „Korsischen Polyphonie“, auf, das nach einer über 1.000 Jahre alten Praxis mehrstimmige Gesänge improvisiert.
Eine Begleitausstellung mit Fotos des Kunstfotografen Achim Bednorz, alten Instrumenten und eine Dokumentation zum Festivalthema, sowie der Vortrag des Kunsthistorikers Horst Stierhof über die „Narrentreppe“ auf der Burg Trausnitz runden das Programm ab.
Informationen und Kartenverkauf:
Verkehrsverein Landshut e. V.,
Altstadt 315, 84028 Landshut
Tel. 0871-92205-0, Fax 0871-89275
tourismus@landshut.de
www.landshuter-hofmusiktage.com
Veranstaltungsüberblick:
4. 7.
Tonus Peregrinus: Musik der Kathedralen
5. 7.
La Beata Olanda: Eine französische Schäferstunde
La Bande des Hautbois du Roy, L’Eclat des Muses, BMW
Gastronomie: Eine Nacht in Versailles
6. 7.
Landshuter Hofkapelle: Messe von Orlando di Lasso
Dominique Visse und Ensemble: O doulx regard
10.7.
Ensemble Unicorn – Oni Wytars: Musik der Troubadoure
11. 7.
Tempus fugit, Contraband: Weltmusik à la Française
12. 7.
Asteria: Blume der Leidenschaft
Il Seminario Musicale, Ltg. Gerald Lesne:
Couperin: Les Leçons de Ténèbres
13.7.
Singer Pur: L’Esprit français
Le Concert des Nations, Ltg. Jordi Savall:
Die Gambe zur Zeit des Sonnenkönigs
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