Landshuter Hofmusiktage - 14. Europäisches Festival Alter Musik - Konzert 11
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Jordi Savall (Viola da Gamba), Barcelona
Pierre Hantaï (Cembalo), Paris
Xavier Díaz-Latorre (Barcelona) (Theorbe & Gitarre)

Marin Marais: Les Gouts réunis

Sonntag, 13. Juli 2008,
20.00 Uhr

Rathausprunksaal

Kartenpreise:
48 / 40 / 32 €

Konzertpatenschaft:
Sparkasse Landshut

Le Concert des Nations
Jordi Savall studierte am Conservatorio Superior de Música de Barcelona. Er war Schüler von Wieland Kuijken in Belgien und seit 1968 von August Wenzinger in Basel. Sein Interesse für Alte Musik führten ihn zu Wenzingers Schola Cantorum Basiliensis, deren Leitung er 1974 übernahm. Im selben Jahr gründete er Hespèrion XX (jetzt: Hespèrion XXI), ein Ensemble, das sich speziell dem Repertoire der alten Musik der iberischen Halbinsel verpflichtete. 1987 rief er außerdem die Capella Reial de Catalunya ins Leben, die sich auf die Interpretation mittelalterlicher geistlicher Musik spezialisiert hat. Jordi Savall hat sich durch Auftritte in der gesamten Welt sowie durch umfangreiche Tonaufnahmen den Ruf eines bedeutenden Interpreten und Musikwissenschaftlers für alte Musik erworben. Er wurde einem größeren Publikum durch die Musik zu dem mehrfach ausgezeichneten französischen Film Die siebente Saite (1991) bekannt. Jordi Savall musiziert mit dem fanzösischen Cembalisten Pierre Hantaï  und dem spanischen Gitarristen und Lautenisten Xavier Díaz-Latorre. Alle drei Ausnahmekünstler garantieren einen spannenden und lebendigen Zugang zu alter Musik.

Marin Marais
Marin Marais war der Paganini der Viola da Gamba. Um 1700, also zur Regierungszeit von Ludwig XIV. galt die Gambe als die Königin der Instrumente. Erst später haben sie die Violine und das Violoncello entthront. Heute hat insbesondere Jordi Savall die Gambe für den Konzertsaal wieder entdeckt. Er widmet dieses Konzert seinem großen Vorgänger. Marais war Schüler von Sainte-Colombe, dem vor ihm besten Gambisten in Frankreich, den er aber bald überflügelte. Seine Kompositionslehrer war Lully, in dessen Orchester er Sologambist war. Doch Lully betraute ihn auch mit den Aufgaben des Kapellmeisters. Marais war sehr angesehen und begütert. Als damals bester Gambenvirtuose trug er den Titel „Ordinaire de la Chambre du Roy pour la viole“. Er hatte neunzehn Kinder, von denen mehrere angesehene Gambisten wurden. Seine Musik vereinigte den italienischen und französischen Stil, deshalb der Titel: „Les gouts réunis“

Link zu: Jordi Savall und zu Pierre Hantaï inYou Tube: er spielt die "Aria" aus den Goldberg-Variationen (damit verlassen Sie die Site der Landshuter Hofmusiktage).